13.X.15.
Herrn
Frank Wedekind
München
Sehr geehrter Herr Wedekind!
Ich bestätige mit bestem Dank den Empfang des ersten TeilesHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Georg Müller, 9.10.1915. Wedekind hat an diesem Tag festgehalten: „Bismark Manuskript an Müller geschickt“ [Tb], nachdem er am 4.10.1915 für den Verlag das „Manuskript Bismark zusammengestellt“ [Tb] hatte, dessen ersten Teil er am 9.10.1915 als Druckvorlage für die Buchausgabe versandte.
Ihres Bismarck den ich sofort an die BuchdruckereiDie Bücher des Georg Müller Verlags wurden bei der Buchdruckerei Mänicke & Jahn (Inhaber: Hugo Werth) in Rudolstadt (Stiftsgasse 17) [vgl. Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Haupt- und Residenzstadt Rudolstadt 1912, Teil I, S. 28] gedruckt. Mänicke & Jahn
weitergeleitet habe und werde dafür besorgt sein, dass die Drucklegung so sehr
wie nur irgend möglich beschleunigt wird, sodass wir spätestens Mitte NovemberDas Erscheinen der „Bismarck“-Buchausgabe hat der Georg Müller Verlag Mitte November 1915 in einer großen Annonce „Ein neuer Frank Wedekind“ angekündigt: „In Kürze erscheint: Frank Wedekind Bismarck Historisches Schauspiel in fünf Akten [...] Schon während des Erscheinens in der Monatsschrift ‚Der Neue Merkur‘ hat dieses Drama berechtigtes Aufsehen ‒ Begeisterung auf der einen und auch Anfeindung, wie bei Wedekind an der Tagesordnung, auf der anderen Seite ‒ gefunden. Es ist jedenfalls von ganz besonderem Interesse zu sehen, wie Wedekind hier einen von seinem bisherigen Schaffen so durchaus verschiedenen Stoff meistert.“ [Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 285, 13.11.1915, S. 6917]
mit dem Buche herauskommen können.
Mit den besten Empfehlungen
Ihr sehr ergebener
Georg Müller