Dr.
Wilhelm Rosenthal
Ludwig Strauss III
Rechtsanwälte
Telephonruf Nr. 8416.
München, den 22. März 1911.
Sonnenstr. 3/II.
Herrn
FankSchreibversehen, statt: Frank. Wedekind,
Schriftsteller
Hier.
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Sehr geehrter Herr Wedekind!
Anliegend erlaube ich mir Ihrem Wunsche gemäss Gesuch an die
PolizeidirektionDie Beilage ist nicht überliefert. Es dürfte sich um eine erneute Bitte zu Freigabe des verbotenen Stücks „Totentanz“ gehandelt haben, die Wedekind zu dieser Zeit zu erreichen versuchte und deswegen auch Mitglieder des Zensurbeirats kontaktierte und um Stellungnahmen bat [vgl. KSA 6, 689-691]. in zweifacher Fertigung zur weiteren Veranlassung zu übersenden.
Hochachtungsvollst!
ergebenst
DWRosenthal
Rechtsanwalt.