Lieber Herr Wedekind,
Ihr interessantes schreibennicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Willy Gretor, 1.11.1898. – Wedekind dürfte Willy Gretor aus Zürich, wo er am 31.10.1898 morgens eintraf [vgl. Wedekind an Beate Heine, 12.11.1898], mitgeteilt haben, dass er, um der Verhaftung wegen Majestätsbeleidigung im Zuge der „Simplicissimus“-Affäre zu entgehen, aus München nach Zürich geflohen ist und in seiner Situation finanzieller Unterstützung bedürfe. ist mir zur hand gekommen,
leider bin ich aus mehreren gründen nicht imstande Ihnen nützlich sein zu
können, auch reise ich morgenWedekind vermutete später: „seine ganze Reise nach Wien schien erlogen zu sein“ [Wedekind an Beate Heine, 7.1.1899]. nach Wien, werde aber | auf meiner rückreise über
Zurich kommenWilly Gretor ist nicht nach Zürich gekommen [vgl. Wedekind an Beate Heine, 7.1.1899]..
Mit besten grusse
ihr
W. Grétor
10.11.98.